TPS bei Alzheimer & Demenz
Die transkranielle Pulsstimulation (TPS) ist ein nicht-invasives Verfahren, das mit kurzen Ultraschall-Druckpulsen gezielte Hirnareale von außen erreicht. Für die Behandlung der Alzheimer-Krankheit ist TPS in Europa CE-zugelassen; innerhalb dieser Indikation bewerten wir die Evidenz als solide. Wenn Sie diese Seite für einen Angehörigen lesen: Die Diagnose sagt wenig darüber, wie die nächsten zwei Jahre aussehen. Was in dieser Zeit für Funktion und Alltag getan wird, sagt mehr. Dieser Beitrag erklärt Wirkprinzip, Ablauf und Grenzen.
Zuletzt aktualisiert: 2026-07-25 · Medizinisch verantwortet von Dr. med. univ. Julian Douwes

Was TPS ist
TPS (transkranielle Pulsstimulation) nutzt sehr kurze, fokussierte Ultraschall-Druckpulse, die durch den Schädel hindurch bis in definierte Hirnregionen reichen. Anders als Magnet- oder Stromverfahren wirkt TPS mechanisch über Druckwellen und kann dadurch auch tiefer gelegene Areale präziser erreichen. Das Ziel ist, körpereigene Regenerations- und Durchblutungsprozesse im Gewebe anzustoßen (Neuroplastizität). Wie das im Detail funktioniert, lesen Sie unter Wie funktioniert TPS?
CE-zugelassen für Alzheimer
Ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Neuromodulations-Anwendungen: Für die Behandlung der Alzheimer-Krankheit ist TPS in Europa CE-zugelassen. Das heißt, das Verfahren ist für genau diese Indikation regulatorisch anerkannt. Innerhalb dieser Zulassung bewerten wir die Evidenz als solide. In anderen Anwendungsbereichen wird TPS off-label eingesetzt, das besprechen wir dann transparent im Einzelfall.
Was bei Alzheimer im Gehirn passiert
Bei Alzheimer bauen sich über Jahre kognitive Funktionen wie Gedächtnis, Orientierung und Sprache ab; betroffen sind vor allem Gedächtnisstrukturen wie der Hippocampus und weit verzweigte Hirnnetzwerke. TPS zielt darauf, die Aktivität und Vernetzung relevanter Areale zu unterstützen. TPS ist kein Heilmittel und stoppt die Erkrankung nicht; im Rahmen eines Programms ist es ein Baustein, der auf Funktion und Lebensqualität zielt.
Ablauf einer TPS-Behandlung
Eine TPS-Sitzung erfolgt ambulant und ohne Narkose. Über einen Handapplikator werden, navigiert anhand individueller Bildgebung, kurze Pulse an die Zielregionen abgegeben. Eine Sitzung dauert typischerweise etwa 30 Minuten; ein Behandlungszyklus umfasst mehrere Sitzungen über einige Wochen, oft mit Auffrischungen. Sie spüren ein leichtes Klopfen an der Kopfhaut. Vor Beginn führt ein Arzt in unserem Programm die diagnostischen Ebenen zusammen und prüft, ob TPS für Sie sinnvoll und sicher ist.
Erwartung und Evidenz
Für TPS bei Alzheimer liegen erste klinische Studien vor, die auf Verbesserungen in kognitiven Bereichen hindeuten; die Forschung ist aktiv und wächst. Wir bewerten die Evidenz in dieser CE-zugelassenen Indikation als solide. Reale, verlinkte Studien finden Sie unter Wissenschaft & Studien. Wie stark jemand anspricht, zeigt sich im Verlauf; deshalb erfassen wir kognitive Funktionen vorher und nachher.
Häufige Fragen
Ist TPS bei Alzheimer offiziell zugelassen?
Kann TPS Alzheimer heilen?
Ist TPS schmerzhaft?
Wie unterscheidet sich TPS von rTMS?
Wie fange ich an?
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