Dr. med. univ. Julian Douwes im Gespräch mit einem Patienten am Holztisch eines Behandlungsraums des Clinicum St. Georg, Unterlagen und Brille auf dem Tisch.
Die Methode

Erst messen,
dann behandeln, was der Befund zeigt.

Die Diagnose sagt, was Sie haben. Das Assessment sagt, was bei Ihnen aus dem Takt ist, im Gehirn und im Körper. Wir behandeln das Zweite.

Warum die Diagnose nicht reicht

Dieselbe Diagnose, zwei verschiedene Gehirne.

Eine Diagnose sortiert Symptome. „Depression" beschreibt, was Sie erleben: Stimmung, Antrieb, Schlaf. Sie sagt nichts darüber, welches Netzwerk in Ihrem Gehirn das erzeugt. Zwei Menschen mit demselben Wort im Arztbrief können im Befund völlig verschieden aussehen, und meistens tun sie das auch.

Bei dem einen ist der präfrontale Kortex leise geworden. Bei der anderen kommt das Default-Mode-Netzwerk nachts nicht zur Ruhe. Beide bekommen dieselbe Diagnose und oft dasselbe Rezept. Wer die Behandlung an der Diagnose ausrichtet, behandelt beide gleich. Wer sie am Befund ausrichtet, behandelt zwei verschiedene Dinge. Das ist der ganze Unterschied, und er lässt sich sichtbar machen, bevor wir etwas empfehlen.

Der Unterschied

Wir messen erst, dann behandeln.

Messen heißt bei uns ein strukturiertes Assessment: Ihre Geschichte, vorhandene Befunde, Fragebögen, die klinische Untersuchung, bei Bedarf Labor und Bildgebung. Ob ein qEEG-Brainmapping dazukommt, ergibt sich daraus. Das Ziel dahinter ist immer dasselbe: das funktionelle Gleichgewicht von Gehirn und Körper wiederherzustellen. Ein Netzwerk, das zu leise geworden ist, ein Rhythmus, der verrutscht ist, eine Regulation, die nicht mehr greift: das wollen wir wieder in Ordnung bringen, so weit es geht ohne Chemie. Wir arbeiten mit so wenig Medikamenten wie möglich und setzen stattdessen auf Messung, Neuromodulation, Regulation und Training. Der Maßstab ist kein Laborwert, sondern wie Sie durch Ihren Tag kommen.

Was in Ihr Programm kommt, richtet sich nach dem, was Ihnen fehlt, und nicht nach dem Gerät, das gerade frei ist. Der Körper redet dabei mit. Nervenzellen sind die energiehungrigsten Zellen des Körpers; stockt die Energieproduktion der Mitochondrien nach einer Infektion oder unter chronischem Stress, sinkt die Leistung von Netzwerken, bevor irgendein Bild sie zeigt. Autonomes Nervensystem und Hirnnetzwerke bilden einen Regelkreis; Herzratenvariabilität und qEEG zeigen zwei Seiten desselben Zustands. Und was ein Mensch erlebt hat, verändert messbar die Verschaltung, weshalb psychologische Begleitung zum Konzept gehört und kein Anhängsel ist. rTMS, TPS oder Neurofeedback sind deshalb Bausteine, keine Programme. Nicht-invasiv, ambulant und ohne Medikamente als ersten Schritt.

Medicine, graded by evidence.

Was wir tun

Die fünf Schritte — ein geschlossener Kreis

Ein Kreis: messen, vergleichen, planen, behandeln, nachmessen. Jeder Schritt arbeitet mit Ihren eigenen Werten, von der Diagnostik bis zur Behandlung, und der letzte Schritt entscheidet über den nächsten.

Der geschlossene Kreis unserer Methode: Messen, Vergleichen, Plan, Stimulieren, Nachmessen.
01Assessment · mehrere Ebenen

Wir machen sichtbar, was bei Ihnen aus dem Takt ist

Am Anfang steht das Assessment, keine Vermutung: Ihre Geschichte, vorhandene Befunde, Fragebögen, eine klinische Untersuchung, bei Bedarf Laborwerte und Bildgebung. Verlangt die Fragestellung ein qEEG, zeichnen wir mit 32 Elektroden auf, wie Ihr Gehirn in Ruhe arbeitet, bei offenen und bei geschlossenen Augen; schmerzfrei, ohne Strahlung, ohne Eingriff. Aus diesen Ebenen entsteht Ihr Befundbild.

Assessment · kein Therapieverfahren
02Vergleichen

Wir vergleichen, statt zu raten

Fragebögen und Laborwerte haben Referenzbereiche, und ein qEEG, wenn eines gemacht wurde, wird mit den Daten tausender gesunder Gehirne Ihres Alters verglichen. So wird sichtbar, was abweicht: ein Entzündungswert, der nicht zur Ruhe kommt, eine Region, die zu langsam arbeitet, ein Netzwerk, das zu wenig mit den anderen spricht. Jede Auffälligkeit erklären wir Ihnen an Ihrem eigenen Befund, ohne Fachjargon.

Referenzbereiche · Normdatenbank
03Ein Plan entlang des Befundes

Wir planen entlang Ihres Befundes

Aus dem Befund entsteht ein Plan, der einer festen Kette folgt: Symptom, Netzwerk, Areal, Verfahren. Ziel ist das Netzwerk, in dem das Symptom entsteht. Jedes vorgeschlagene Verfahren trägt seinen Evidenzgrad, damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen.

Symptom → Netzwerk → Areal → Verfahren
04Sanft und ambulant behandeln

Wir behandeln schonend und ambulant

Erst jetzt behandeln wir, mit nicht-invasiver Neuromodulation: rTMS, tDCS, taVNS oder Neurofeedback, je nachdem, was der Befund zeigt. Kein Eingriff, keine Narkose, keine Medikamente als erster Schritt. Sie sitzen in einem Behandlungsstuhl und fahren danach nach Hause.

Ambulant · nicht-invasiv
05Nachmessen

Wir messen den Fortschritt, nicht die Hoffnung

Nach der Behandlung messen wir erneut. Validierte Symptomskalen und, wo ein qEEG am Anfang stand, ein Verlaufs-qEEG zeigen, was sich verändert hat, im selben Befund wie am Anfang. Der Plan richtet sich nach diesem Ergebnis. Spricht ein Netzwerk nicht an, ändern wir Ziel oder Verfahren, statt die Serie einfach zu Ende zu fahren.

Verlaufskontrolle · ausgewiesen
Wo Beschwerden entstehen

Sechs Netzwerke — ein Takt

Ihr Gehirn arbeitet in sechs funktionellen Netzwerken: das Default-Mode-Netzwerk für Ruhe und Innenschau, das Salienz-Netzwerk, das entscheidet, was gerade wichtig ist, das exekutive Netzwerk für Planen und Steuern, dazu Aufmerksamkeit, Emotion und Sensomotorik. Gesund wechseln sie sich ab: das Ruhenetzwerk tritt zurück, sobald das exekutive Netzwerk übernimmt. Beschwerden entstehen meist dort, wo dieser Wechsel nicht mehr gelingt, etwa wenn das Default-Mode-Netzwerk nachts nicht abschaltet oder das Salienz-Netzwerk zu viele Reize als wichtig einstuft.

Genau das zeigt ein qEEG, wenn es dazukommt: welches Netzwerk zu laut, zu leise oder schlecht mit den anderen verbunden ist. Wie die sechs Netzwerke zusammenarbeiten und was passiert, wenn eines aus dem Takt gerät, beschreiben wir ausführlich unter Hirnnetzwerke. Einen ersten Eindruck, welche Netzwerke bei Ihnen beansprucht wirken, gibt die Gehirn-Netzwerk-Analyse, eine Orientierung, keine Diagnose. Was das Assessment danach zeigt, wird Ihr Programm.

Zur Gehirn-Netzwerk-AnalyseUnser Programm
Evidenzgrade

Medicine, graded by evidence.

Nicht jedes Verfahren ist gleich gut belegt. Jedes Verfahren in unserem Portfolio trägt deshalb seinen aktuellen Evidenzstand, in drei Stufen. Sie entscheiden auf Basis Ihres Befundes und dieses Stands, nicht auf Basis einer Broschüre.

Evidenz: Stark

Verfahren mit robuster Studienlage, Metaanalysen und teils behördlicher Zulassung. rTMS bei therapieresistenter Depression steht in den Leitlinien.

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Evidenz: Wachsend

Verfahren mit zunehmender, noch nicht abschließender Evidenz, etwa taVNS oder tDCS. Wir sagen Ihnen, was gesichert ist und was noch offen.

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Evidenz: Begrenzt

Frühe Verfahren, die wir nur adjunktiv und nach ausführlicher Aufklärung einsetzen, etwa die Photobiomodulation.

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Eine Studie sagt, was im Mittel ihrer Teilnehmer gewirkt hat. Wer vor uns sitzt, ist ein Einzelfall, kein Mittelwert. Deshalb kombinieren wir Verfahren so, wie es das Assessment nahelegt, auch dort, wo die großen Studien noch fehlen, als individuellen, aufgeklärten Heilversuch. Was wir dabei in der Klinik beobachten, fließt in jedes weitere Konzept ein.

Was die Verfahren nicht tun

Was Neuromodulation kann — und was nicht

Neuromodulation arbeitet an der Aktivität von Netzwerken. Vier Punkte dazu, die Sie vor dem Erstgespräch kennen sollten.

  • Sie ersetzt keine notwendige Behandlung. Neuromodulation kann Symptome lindern und Funktionen unterstützen; wie weit, zeigt sich im Verlauf. Eine notwendige Behandlung beim Facharzt oder in der Psychotherapie läuft daneben weiter, und Ihre Medikation verändern wir nie ohne Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte.
  • Ein qEEG misst, es behandelt nicht. Wenn es dazukommt, ordnet das Brainmapping ein und liefert einen Teil der Entscheidungsgrundlage. Ein Arzt liest die Karte im Zusammenhang mit Anamnese, Untersuchung und Laborwerten, nie allein.
  • Wir sagen auch Nein. Zeigt das Assessment nichts, was ein Verfahren sinnvoll macht, oder ist die Evidenz für Ihren Fall zu dünn, empfehlen wir es nicht und nennen Ihnen, was stattdessen in Frage kommt.
  • Off-Label steht dabei. Verfahren außerhalb ihrer Zulassung setzen wir nur nach ausführlicher Aufklärung als individuellen Heilversuch ein, dokumentiert und mit benanntem Evidenzgrad.
Warum uns

Ein Arzt, eine Klinik, eine klare Haltung

Hinter der Methode steht ein Name: Dr. med. univ. Julian Douwes, Chief Medical Officer des Douwes Brain Center. Er verantwortet den messbasierten Ansatz in dieser Klinik und steht mit seinem Namen dafür ein.

Das Douwes Brain Center ist Teil des Clinicum St. Georg in Bad Aibling, gegründet 1991. Aus dieser Herkunft kommt die Haltung: präzise messen, nur behaupten, was im Verlauf sichtbar wird, den Menschen vor die Methode stellen. Patientinnen und Patienten reisen aus über 90 Ländern an.

Jahre Klinik-Erbe
Länder, aus denen Patienten anreisen
Verfahren im Portfolio
Behandlungssitzungen der Klinik
Alle Angaben zu Wirksamkeit und Evidenz beruhen auf peer-reviewten Studien und Leitlinien; den jeweiligen Evidenzstand weisen wir auf jeder Behandlungsseite aus. Behandlungserfolge sind individuell.

Beginnen Sie mit dem Assessment

Im kostenlosen Erstgespräch, 15 bis 20 Minuten mit unserem medizinischen Team, hören wir Ihre Geschichte und sagen Ihnen, welche Teile des Assessments bei Ihnen anstehen und ob ein qEEG dazugehört. Sie gehen mit einer klaren Antwort hinaus.

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