Photobiomodulation –
Nahinfrarot-Licht
für die Zellenergie
Nervenzellen sind die energiehungrigsten Zellen des Körpers. Liefern ihre Mitochondrien nach einer Infektion oder unter Dauerstress weniger, sinkt die Leistung ganzer Netzwerke, bevor irgendein Bild es zeigt; genau dort setzt Nahinfrarot-Licht an. Die Evidenz dafür ist jung. Wer bei uns Photobiomodulation bekommt, bekommt sie, weil das Assessment auf ein Energieproblem hindeutet, nicht weil das Gerät im Haus steht.
Photobiomodulation, am Kopf auch transkranielle Photobiomodulation (tPBM), nutzt rotes bis nahinfrarotes Licht, typischerweise 630 bis 1064 nm, aus LED- oder Laserquellen. Es ist weder Strom noch Magnetfeld, sondern Licht, und ein Teil davon dringt durch Kopfhaut und Schädel bis in oberflächennahe Hirnareale. Am Gehirn ist Photobiomodulation ein experimentelles Verfahren; wir setzen sie als individuellen, aufgeklärten Heilversuch ein.
Gerät bei uns: NIR-Gerät (Nahinfrarot-LED/-Laser)
Der Wirkmechanismus, verständlich
Der wichtigste angenommene Mechanismus: Nahinfrarot-Licht wird von der Cytochrom-c-Oxidase in den Mitochondrien aufgenommen, dem Enzym, an dem die Zelle ihre Energie in ATP umsetzt. Das kann die Energiegewinnung anregen, die Durchblutung fördern und entzündliche Prozesse dämpfen; vieles davon stammt aus Labor- und frühen Studien, die Mechanismen sind plausibel und noch nicht abschließend belegt. Bei uns wird das NIR-Gerät über den Arealen eingesetzt, die das Assessment nahelegt, bei Bedarf mit einem qEEG. Photobiomodulation ist bei uns ein Baustein, und er kommt selten allein: Hält eine Infektion das Immunsystem im Dauerbetrieb, arbeiten die Mitochondrien gegen einen Motor, der weiterläuft; deshalb gehören Infektions- und Entzündungsdiagnostik, Mikronährstoffe und Schlaf in denselben Plan wie das Licht, und das Assessment sagt vorher, ob das Licht überhaupt an der richtigen Stelle ansetzt.
Für uns ist Photobiomodulation vor allem ein Weg, das funktionelle Gleichgewicht zu regulieren, ohne zusätzliche Medikamente einzusetzen — mit dem Ziel, Funktion und Lebensqualität wiederherzustellen.
Was Sie erwartet
Eine Sitzung dauert 10 bis 20 Minuten und ist schmerzfrei. Sie spüren höchstens eine leichte Wärme an der Kopfhaut; sichtbares rotes Licht wirkt warm, Nahinfrarot ist für das Auge unsichtbar, und bei Lasergeräten tragen Sie einen Augenschutz. Ernste Nebenwirkungen sind in Studien selten; Sie bleiben wach und setzen den Tag normal fort. Was wir im Einsatz sehen: Allein eingesetzt ist Photobiomodulation ein leiser Baustein. Verbunden mit Entzündungsbehandlung und Schlafregulation sehen wir bei einem Teil der Menschen mit Post-COVID-Erschöpfung im Verlauf Veränderungen in Fragebögen und Aufmerksamkeitstests, und genau diese Instrumente nutzen wir für die Verlaufsmessung. Große Studien zur Kombination fehlen; wir setzen sie als individuellen, aufgeklärten Heilversuch ein und dokumentieren jeden Verlauf.
Photobiomodulation wird vor allem erforscht und erprobt bei kognitiven Themen wie leichter kognitiver Beeinträchtigung und Demenz, bei Depression, nach Schädel-Hirn-Trauma und zur Unterstützung der kognitiven Leistung, bei uns außerdem bei der Erschöpfung nach Infektionen. Sie ist ein Teil eines gemessenen Plans und bei uns nie die einzige Maßnahme.
Alle Erkrankungen im Überblick — und was für Sie infrage kommt, entscheidet das Assessment, bei Bedarf mit qEEG.
Was die Forschung zeigt
Peer-reviewte Arbeiten zu Photobiomodulation (Nahinfrarot-Licht) — nach Evidenzgrad eingeordnet. Keine Studie beweist einen individuellen Behandlungserfolg.
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Mehr: Wissenschaft & Studien.
Für Photobiomodulation am Gehirn gibt es Pilotstudien, erste randomisierte Studien und eine Netzwerk-Metaanalyse bei Alzheimer; große Wirksamkeitsstudien stehen aus. Wir setzen sie dort ein, wo Ihr Befundbild auf die Energieversorgung der Nervenzellen zeigt, und messen den Verlauf mit.
Getragen vom Clinicum St. Georg, unter ärztlicher Leitung von Dr. med. univ. Julian Douwes. Ambulant, evidenzgraduiert, auf Ihr Profil abgestimmt. Mehr zu unserem Programm.
Erkrankungen, bei denen wir Photobiomodulation einsetzen
Ob das Verfahren für Sie infrage kommt, entscheidet das Assessment, nicht die Diagnose allein.
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