Long COVID & Post-COVID:
Brain Fog ist messbar
Die Infektion ist vorbei, aber der Nebel bleibt: Wörter verschwinden, die Konzentration bricht weg, jede Anstrengung wird am nächsten Tag zurückgezahlt. „Das ist psychisch“ ist ein Satz über fehlende Messungen. Brain Fog nach COVID ist messbar, im Gehirn, im autonomen Nervensystem, im Blut. Und was messbar ist, lässt sich gezielt angehen, Schritt für Schritt und mit so wenig Medikamenten wie möglich.
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Vielleicht hat man Ihnen gesagt, Ihre Werte seien in Ordnung. Doch Sie spüren, dass etwas nicht stimmt: die Erschöpfung nach Belastung, der Nebel im Kopf, das Herzrasen beim Aufstehen, der Schlaf, der nicht erholt, das Gefühl, nicht mehr der oder die Alte zu sein. Wahrscheinlich haben Sie mehr darüber gelesen als die meisten Ärzte, denen Sie begegnet sind. Ihre Erfahrung ist für uns der Ausgangspunkt, nicht das Problem.
Ein relevanter Anteil der Menschen nach einer COVID-Infektion berichtet über anhaltende Symptome; Erschöpfung, Belastungsintoleranz und kognitive Beschwerden gehören zu den häufigsten.
Symptome haben eine Landkarte
Was Betroffene „Brain Fog“ nennen, ist messbar: eine Verlangsamung im Zusammenspiel von zentralem Exekutiv-Netzwerk (Konzentration, Arbeitsgedächtnis), Salienz-Netzwerk (Umschalten, Reizfilter) und Aufmerksamkeits-Netzwerk. EEG-Studien nach COVID-19 zeigen häufig eine Zunahme langsamer Hirnwellen und veränderte Netzwerkaktivität, die mit den kognitiven Beschwerden korreliert (Cecchetti 2022, Silva-Passadouro 2024). Drei Körpersysteme halten dieses Muster in Gang, und jedes hat eine Konsequenz für den Plan. Das Immunsystem: Nach der Infektion bleiben Mikroglia, die Immunzellen des Gehirns, aktiviert, selbst nach milden Verläufen, mit Störungen der Myelinbildung (Fernández-Castañeda 2022); wer nur das Netzwerk stimuliert, während dieser Motor läuft, arbeitet gegen ihn. Deshalb gehören Entzündungs- und Gerinnungsmarker ins Assessment, und deshalb behalten wir Mikrogerinnsel und Endothel-Dysfunktion im Blick, eine Forschungsrichtung, die Prof. Etheresia Pretorius und in Deutschland Dr. Beate Jaeger geprägt haben (Pretorius 2022, Jaeger 2022). Die Mitochondrien: Die Energieproduktion der Nervenzellen stockt, und Netzwerke verlieren Leistung, bevor ein Bild sie zeigt; deshalb bekommt jede Belastung, auch die therapeutische, eine Dosis, und deshalb spielen Mikronährstoffe und Photobiomodulation eine Rolle. Das autonome Nervensystem: Herzratenvariabilitäts-Messungen zeigen bei vielen Post-COVID-Patienten eine Verschiebung Richtung Sympathikus, der Körper steht im Daueralarm, obwohl die Reserven leer sind (Mooren 2023); daraus entstehen Herzrasen beim Aufstehen (POTS-ähnliche Bilder), nicht erholsamer Schlaf, Stimmungstiefs und die Belastungsintoleranz (PEM), bei der sich Symptome nach körperlicher, geistiger oder emotionaler Anstrengung verzögert verschlechtern, oft erst Stunden oder einen Tag später. Deshalb messen wir die Herzratenvariabilität, und deshalb beginnt Regulation oft am Vagusnerv. Ein Arzt ordnet die Befunde ein und schließt andere Ursachen aus.
Einen Überblick über die sechs Hirnnetzwerke und eine erste Orientierung gibt die Gehirn-Netzwerk-Analyse.
Erst das Assessment, dann Ihr Programm.
Unser Anspruch bei Long COVID ist derselbe wie überall im Douwes Brain Center: das funktionelle Gleichgewicht von Gehirn, Nervensystem und Körper wiederherzustellen, so weit es geht ohne Chemie, mit dem Ziel eines Lebens mit hoher Lebensqualität. Dafür gehen wir in unserem Programm in drei Schritten vor.
1 · Assessment. Ein Arzt fügt zusammen, was sonst über viele Praxen verstreut bleibt: Anamnese und vorhandene Befunde, Fragebögen zu Kognition, Fatigue, Schlaf und Stimmung, klinische Untersuchung, eine autonome Testung mit Herzratenvariabilität und Orthostase-Test (wie stark ist der Sympathikus-Überhang, gibt es ein POTS-ähnliches Muster?), Laborwerte inklusive Entzündungs- und Gerinnungsmarkern, und eine sorgfältige Pacing-Anamnese: Wann kippt Ihr System, wie lange dauert die Erholung, welche Belastung ist gerade noch möglich? Ein qEEG-Netzwerkprofil kommt dazu, wenn Brain Fog oder kognitive Fatigue im Vordergrund stehen und wir wissen müssen, wo die Verarbeitung verlangsamt und wo sie überaktiviert ist. Das Assessment ist Grundlage, Verlaufsmaß und Schutz vor Überforderung zugleich.
2 · Regulieren. Aus dem Profil entsteht ein energieschonendes Programm, in dem Neuromodulation ein Baustein ist. Bei autonomer Dysbalance ist taVNS oft der erste: sanfte Vagusnerv-Stimulation am Ohr, die in Pilotstudien Fatigue und Dysautonomie bei Long COVID verbessert hat (Gierthmuehlen 2026, Azabou 2026). Bei Brain Fog und kognitiver Fatigue setzen wir, wo die Evidenz es trägt, tDCS und rTMS über dem präfrontalen Kortex ein (Mischke 2026, Oliver-Mas 2023, Sasaki 2023), dazu Neurofeedback zur Stabilisierung des gemessenen Rhythmus und Photobiomodulation für die Mitochondrien (Lim 2026). Daneben stehen Schlafregulation, Infusionen mit Mikronährstoffen für die Energieversorgung, wo das Labor sie begründet, und psychologische Begleitung nach Monaten, in denen Ihnen kaum jemand geglaubt hat. Für ausgewählte Patientinnen und Patienten mit Hinweisen auf Mikrogerinnsel und Endothel-Dysfunktion steht in der Mutterklinik, dem Clinicum St. Georg, die H.E.L.P.-Apherese als Option zur Verfügung, eine Forschungsrichtung, die wir ärztlich abwägen und als solche benennen (Jaeger 2022). Bestehende Medikamente werden nie ohne Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte verändert.
3 · Wiederherstellen. Neuromodulation öffnet ein Fenster; genutzt wird es durch Pacing-basierten Wiederaufbau statt Durchbeißen, durch Schlafregulation, dosierte Physiotherapie und Atemarbeit, und durch die Verlaufsmessung: Wir wiederholen die Herzratenvariabilität und, wo es gemessen wurde, das qEEG und vergleichen mit dem Ausgangsprofil. So sehen Sie, was sich objektiv verändert hat, und wir passen das Programm an, statt es einfach weiterlaufen zu lassen.
Unser Ziel bleibt dasselbe: das funktionelle Gleichgewicht wiederherzustellen, mit so wenig Medikamenten wie möglich und einem Leben mit hoher Lebensqualität als Maßstab.
Sie müssen heute nichts entscheiden. Ein Gespräch von 15 bis 20 Minuten reicht, um zu wissen, ob sich ein Assessment für Sie lohnt.
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Für wen es sinnvoll ist, und für wen nicht
Sinnvoll, wenn …
- Ihre Beschwerden (Brain Fog, Fatigue, Herzrasen, Schlaf) bestehen seit mehr als drei Monaten nach einer COVID-Infektion
- Routine-Befunde waren unauffällig, aber Sie spüren, dass Ihr System aus dem Gleichgewicht ist
- Sie wollen einen messbasierten, medikamentensparenden Weg – nicht das nächste Präparat
- Belastung zahlt sich bei Ihnen verzögert zurück (PEM) und Sie suchen einen Weg, der das respektiert
- Sie können ambulante Termine in Bad Aibling wahrnehmen – gern in energieschonendem Takt
Weniger geeignet, wenn …
- Sie haben akute Warnzeichen (Brustschmerz, Atemnot, neue Lähmungen, Verwirrtheit) – das gehört sofort in die Notaufnahme
- Sie erwarten ein Verfahren, das Long COVID „wegmacht" – das gibt es in seriöser Medizin bislang nicht
- Sie möchten eine reine Fern- oder Online-Behandlung ohne Messung vor Ort
Akute Krise oder Suizidgedanken? Bitte wenden Sie sich sofort an ärztliche oder notfallmedizinische Hilfe — Notruf 112 oder die Telefonseelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr).
Das Erstgespräch ist kostenlos. Ablauf, Dauer und Kosten eines möglichen Programms besprechen wir danach offen, ambulant bei uns in Bad Aibling.
Was die Forschung zeigt
Peer-reviewte Arbeiten zu Long COVID & Post-COVID (Brain Fog, Fatigue) und den relevanten Verfahren, nach Evidenzgrad eingeordnet. Keine Studie beweist einen persönlichen Behandlungserfolg.
Kurz gesagt: Für einige Verfahren ist die Evidenz solide, für andere noch früh. Wo Ihr Fall steht, klären wir im Assessment, und danach richtet sich das Programm.
Wiederholte anodale tDCS bei subjektiver und objektiver kognitiver Erschöpfung im Long COVID – doppelblinde randomisierte kontrollierte Studie
tDCS bei Post-COVID-Fatigue – randomisierte, doppelblinde, kontrollierte Pilotstudie
tDCS bei neuropsychiatrischen Symptomen des Post-COVID-Syndroms – keine Veränderung von Mikrozuständen und funktioneller Konnektivität
rTMS bei Long COVID mit Fatigue und kognitiver Dysfunktion
rTMS (iTBS) beim Post-COVID-Syndrom – sham-kontrollierte Fallserie
Transkutane aurikuläre Vagusnervstimulation gegen Fatigue bei Long COVID (COVIVA) – randomisierte placebokontrollierte Pilotstudie
taVNS verbessert Dysautonomie, PTBS und kognitive Störungen bei Long COVID – Pilotstudie
taVNS beim Post-COVID-Syndrom – systematischer Review und kritische Bewertung der klinischen Evidenz
Autonome Dysregulation beim Post-COVID-Syndrom, gemessen mit Herzratenvariabilität
POTS und andere autonome Störungen nach COVID-19 – Fallserie mit 20 Patienten
Eignung der Herzratenvariabilität zur Beurteilung der autonomen Funktion bei Long COVID – systematischer Review
Wearable-HRV-Monitoring, autonome Dysfunktion und PEM bei Long COVID – Beobachtungsstudie
Photobiomodulation bei kognitiver Dysfunktion (Brain Fog) nach COVID-19 – randomisierte doppelblinde Sham-kontrollierte Pilotstudie
Transkranielle oder Ganzkörper-Photobiomodulation verbessert COVID-19-Brain-Fog
Systematischer Review quantitativer EEG-Befunde bei Fibromyalgie, chronischem Fatigue-Syndrom und Long COVID
Kognitive, EEG- und MRT-Befunde bei COVID-19-Überlebenden – 10-Monats-Studie
Milde respiratorische COVID-Infektion kann Dysregulation neuraler Zellen und des Myelins verursachen
Symptome, Komorbiditäten, Fibrin-Amyloid-Mikrogerinnsel und Thrombozytenpathologie bei Long COVID/PASC
Das Potenzial der H.E.L.P.-Apherese bei schwerem akutem oder chronischem COVID-19 (Jaeger et al.)
Plasmapherese zur Entfernung von Amyloid-Fibrin(ogen)-Partikeln beim Post-COVID-Syndrom – Cochrane-Review (keine abgeschlossene RCT gefunden)
Chronische Fatigue und Belastungsintoleranz (PEM) bei Menschen mit Long COVID – Beobachtungsstudie
Strukturiertes Pacing-Protokoll reduziert Symptomverschlechterung nach Belastung beim Post-COVID-Syndrom
Interventionen beim Post-COVID-Syndrom – lebendiger systematischer Review
Behandlungsmodalitäten bei Brain Fog nach Long COVID – systematischer Review
Mehr Studien über alle Erkrankungen: Wissenschaft & Studien.
Die Evidenz für Neuromodulation bei Brain Fog und Fatigue nach COVID stammt aus kleinen bis mittleren randomisierten Studien und Pilotstudien und wächst; Mikrogerinnsel und Apherese sind eine Forschungsrichtung, zu der ein Cochrane-Review 2023 noch keine abgeschlossene randomisierte Studie fand. Was davon zu Ihrem Profil passt, entscheidet das Assessment, und die Nachmessung zeigt, ob es bei Ihnen wirkt.

Ein echter Arzt. Eine echte Klinik.
Dr. med. univ. Julian Douwes · Ärztlicher Leiter
Getragen vom Clinicum St. Georg, unter ärztlicher Leitung von Dr. med. univ. Julian Douwes. Ambulant, evidenzgraduiert, ohne Medikamente als ersten Schritt — abgestimmt auf Ihr Profil. Mehr zu unserem Programm.
- 30+ Jahre Klinik-Erbe
- 90+ Länder, aus denen Patienten anreisen
- 30.000+ Behandlungssitzungen der Klinik
In drei ruhigen Schritten
Verfahren, die wir bei Long COVID & Post-COVID (Brain Fog, Fatigue) einsetzen
Welche Verfahren für Sie sinnvoll sind, entscheidet das Assessment, nicht die Liste.
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