Kognition & Gedächtnis · Erschöpfung

Long COVID & Post-COVID:
Brain Fog ist messbar

Die Infektion ist vorbei, aber der Nebel bleibt: Wörter verschwinden, die Konzentration bricht weg, jede Anstrengung wird am nächsten Tag zurückgezahlt. „Das ist psychisch“ ist ein Satz über fehlende Messungen. Brain Fog nach COVID ist messbar, im Gehirn, im autonomen Nervensystem, im Blut. Und was messbar ist, lässt sich gezielt angehen, Schritt für Schritt und mit so wenig Medikamenten wie möglich.

  • Kostenlos
  • Unverbindlich
  • Antwort in 2 Werktagen
  • Ambulant · Bad Aibling
  • Nicht-invasiv

Kostenlos & unverbindlich · Antwort in der Regel binnen 2 Werktagen · vertraulich

Lieber sprechen? Rufen Sie uns an: +49 (0)8061 398-0

Sie sind nicht allein

Vielleicht hat man Ihnen gesagt, Ihre Werte seien in Ordnung. Doch Sie spüren, dass etwas nicht stimmt: die Erschöpfung nach Belastung, der Nebel im Kopf, das Herzrasen beim Aufstehen, der Schlaf, der nicht erholt, das Gefühl, nicht mehr der oder die Alte zu sein. Wahrscheinlich haben Sie mehr darüber gelesen als die meisten Ärzte, denen Sie begegnet sind. Ihre Erfahrung ist für uns der Ausgangspunkt, nicht das Problem.

Ein relevanter Anteil der Menschen nach einer COVID-Infektion berichtet über anhaltende Symptome; Erschöpfung, Belastungsintoleranz und kognitive Beschwerden gehören zu den häufigsten.

Was dabei im Gehirn passiert

Symptome haben eine Landkarte

Was Betroffene „Brain Fog“ nennen, ist messbar: eine Verlangsamung im Zusammenspiel von zentralem Exekutiv-Netzwerk (Konzentration, Arbeitsgedächtnis), Salienz-Netzwerk (Umschalten, Reizfilter) und Aufmerksamkeits-Netzwerk. EEG-Studien nach COVID-19 zeigen häufig eine Zunahme langsamer Hirnwellen und veränderte Netzwerkaktivität, die mit den kognitiven Beschwerden korreliert (Cecchetti 2022, Silva-Passadouro 2024). Drei Körpersysteme halten dieses Muster in Gang, und jedes hat eine Konsequenz für den Plan. Das Immunsystem: Nach der Infektion bleiben Mikroglia, die Immunzellen des Gehirns, aktiviert, selbst nach milden Verläufen, mit Störungen der Myelinbildung (Fernández-Castañeda 2022); wer nur das Netzwerk stimuliert, während dieser Motor läuft, arbeitet gegen ihn. Deshalb gehören Entzündungs- und Gerinnungsmarker ins Assessment, und deshalb behalten wir Mikrogerinnsel und Endothel-Dysfunktion im Blick, eine Forschungsrichtung, die Prof. Etheresia Pretorius und in Deutschland Dr. Beate Jaeger geprägt haben (Pretorius 2022, Jaeger 2022). Die Mitochondrien: Die Energieproduktion der Nervenzellen stockt, und Netzwerke verlieren Leistung, bevor ein Bild sie zeigt; deshalb bekommt jede Belastung, auch die therapeutische, eine Dosis, und deshalb spielen Mikronährstoffe und Photobiomodulation eine Rolle. Das autonome Nervensystem: Herzratenvariabilitäts-Messungen zeigen bei vielen Post-COVID-Patienten eine Verschiebung Richtung Sympathikus, der Körper steht im Daueralarm, obwohl die Reserven leer sind (Mooren 2023); daraus entstehen Herzrasen beim Aufstehen (POTS-ähnliche Bilder), nicht erholsamer Schlaf, Stimmungstiefs und die Belastungsintoleranz (PEM), bei der sich Symptome nach körperlicher, geistiger oder emotionaler Anstrengung verzögert verschlechtern, oft erst Stunden oder einen Tag später. Deshalb messen wir die Herzratenvariabilität, und deshalb beginnt Regulation oft am Vagusnerv. Ein Arzt ordnet die Befunde ein und schließt andere Ursachen aus.

Einen Überblick über die sechs Hirnnetzwerke und eine erste Orientierung gibt die Gehirn-Netzwerk-Analyse.

Unser Weg

Erst das Assessment, dann Ihr Programm.

Unser Anspruch bei Long COVID ist derselbe wie überall im Douwes Brain Center: das funktionelle Gleichgewicht von Gehirn, Nervensystem und Körper wiederherzustellen, so weit es geht ohne Chemie, mit dem Ziel eines Lebens mit hoher Lebensqualität. Dafür gehen wir in unserem Programm in drei Schritten vor.

1 · Assessment. Ein Arzt fügt zusammen, was sonst über viele Praxen verstreut bleibt: Anamnese und vorhandene Befunde, Fragebögen zu Kognition, Fatigue, Schlaf und Stimmung, klinische Untersuchung, eine autonome Testung mit Herzratenvariabilität und Orthostase-Test (wie stark ist der Sympathikus-Überhang, gibt es ein POTS-ähnliches Muster?), Laborwerte inklusive Entzündungs- und Gerinnungsmarkern, und eine sorgfältige Pacing-Anamnese: Wann kippt Ihr System, wie lange dauert die Erholung, welche Belastung ist gerade noch möglich? Ein qEEG-Netzwerkprofil kommt dazu, wenn Brain Fog oder kognitive Fatigue im Vordergrund stehen und wir wissen müssen, wo die Verarbeitung verlangsamt und wo sie überaktiviert ist. Das Assessment ist Grundlage, Verlaufsmaß und Schutz vor Überforderung zugleich.

2 · Regulieren. Aus dem Profil entsteht ein energieschonendes Programm, in dem Neuromodulation ein Baustein ist. Bei autonomer Dysbalance ist taVNS oft der erste: sanfte Vagusnerv-Stimulation am Ohr, die in Pilotstudien Fatigue und Dysautonomie bei Long COVID verbessert hat (Gierthmuehlen 2026, Azabou 2026). Bei Brain Fog und kognitiver Fatigue setzen wir, wo die Evidenz es trägt, tDCS und rTMS über dem präfrontalen Kortex ein (Mischke 2026, Oliver-Mas 2023, Sasaki 2023), dazu Neurofeedback zur Stabilisierung des gemessenen Rhythmus und Photobiomodulation für die Mitochondrien (Lim 2026). Daneben stehen Schlafregulation, Infusionen mit Mikronährstoffen für die Energieversorgung, wo das Labor sie begründet, und psychologische Begleitung nach Monaten, in denen Ihnen kaum jemand geglaubt hat. Für ausgewählte Patientinnen und Patienten mit Hinweisen auf Mikrogerinnsel und Endothel-Dysfunktion steht in der Mutterklinik, dem Clinicum St. Georg, die H.E.L.P.-Apherese als Option zur Verfügung, eine Forschungsrichtung, die wir ärztlich abwägen und als solche benennen (Jaeger 2022). Bestehende Medikamente werden nie ohne Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte verändert.

3 · Wiederherstellen. Neuromodulation öffnet ein Fenster; genutzt wird es durch Pacing-basierten Wiederaufbau statt Durchbeißen, durch Schlafregulation, dosierte Physiotherapie und Atemarbeit, und durch die Verlaufsmessung: Wir wiederholen die Herzratenvariabilität und, wo es gemessen wurde, das qEEG und vergleichen mit dem Ausgangsprofil. So sehen Sie, was sich objektiv verändert hat, und wir passen das Programm an, statt es einfach weiterlaufen zu lassen.

Unser Ziel bleibt dasselbe: das funktionelle Gleichgewicht wiederherzustellen, mit so wenig Medikamenten wie möglich und einem Leben mit hoher Lebensqualität als Maßstab.

Kein Druck

Sie müssen heute nichts entscheiden. Ein Gespräch von 15 bis 20 Minuten reicht, um zu wissen, ob sich ein Assessment für Sie lohnt.

Kostenlos & unverbindlich · Antwort in der Regel binnen 2 Werktagen · vertraulich

Passt das zu Ihnen?

Für wen es sinnvoll ist, und für wen nicht

Sinnvoll, wenn …

  • Ihre Beschwerden (Brain Fog, Fatigue, Herzrasen, Schlaf) bestehen seit mehr als drei Monaten nach einer COVID-Infektion
  • Routine-Befunde waren unauffällig, aber Sie spüren, dass Ihr System aus dem Gleichgewicht ist
  • Sie wollen einen messbasierten, medikamentensparenden Weg – nicht das nächste Präparat
  • Belastung zahlt sich bei Ihnen verzögert zurück (PEM) und Sie suchen einen Weg, der das respektiert
  • Sie können ambulante Termine in Bad Aibling wahrnehmen – gern in energieschonendem Takt

Weniger geeignet, wenn …

  • Sie haben akute Warnzeichen (Brustschmerz, Atemnot, neue Lähmungen, Verwirrtheit) – das gehört sofort in die Notaufnahme
  • Sie erwarten ein Verfahren, das Long COVID „wegmacht" – das gibt es in seriöser Medizin bislang nicht
  • Sie möchten eine reine Fern- oder Online-Behandlung ohne Messung vor Ort

Akute Krise oder Suizidgedanken? Bitte wenden Sie sich sofort an ärztliche oder notfallmedizinische Hilfe — Notruf 112 oder die Telefonseelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr).

Das Erstgespräch ist kostenlos. Ablauf, Dauer und Kosten eines möglichen Programms besprechen wir danach offen, ambulant bei uns in Bad Aibling.

Wissenschaft & Studien

Was die Forschung zeigt

Peer-reviewte Arbeiten zu Long COVID & Post-COVID (Brain Fog, Fatigue) und den relevanten Verfahren, nach Evidenzgrad eingeordnet. Keine Studie beweist einen persönlichen Behandlungserfolg.

Kurz gesagt: Für einige Verfahren ist die Evidenz solide, für andere noch früh. Wo Ihr Fall steht, klären wir im Assessment, und danach richtet sich das Programm.

RCT

Wiederholte anodale tDCS bei subjektiver und objektiver kognitiver Erschöpfung im Long COVID – doppelblinde randomisierte kontrollierte Studie

BMC Neurosci· 2026Studie lesen ↗
RCT

tDCS bei Post-COVID-Fatigue – randomisierte, doppelblinde, kontrollierte Pilotstudie

Brain Commun· 2023Studie lesen ↗
RCT

tDCS bei neuropsychiatrischen Symptomen des Post-COVID-Syndroms – keine Veränderung von Mikrozuständen und funktioneller Konnektivität

PLoS One· 2026Studie lesen ↗
Studie

rTMS bei Long COVID mit Fatigue und kognitiver Dysfunktion

Prog Rehabil Med· 2023Studie lesen ↗
Fallserie

rTMS (iTBS) beim Post-COVID-Syndrom – sham-kontrollierte Fallserie

Brain Behav Immun Health· 2024Studie lesen ↗
RCT

Transkutane aurikuläre Vagusnervstimulation gegen Fatigue bei Long COVID (COVIVA) – randomisierte placebokontrollierte Pilotstudie

Neurol Ther· 2026Studie lesen ↗
Pilotstudie

taVNS verbessert Dysautonomie, PTBS und kognitive Störungen bei Long COVID – Pilotstudie

Sci Rep· 2026Studie lesen ↗
Review

taVNS beim Post-COVID-Syndrom – systematischer Review und kritische Bewertung der klinischen Evidenz

J Clin Med· 2026Studie lesen ↗
Studie

Autonome Dysregulation beim Post-COVID-Syndrom, gemessen mit Herzratenvariabilität

Sci Rep· 2023Studie lesen ↗
Fallserie

POTS und andere autonome Störungen nach COVID-19 – Fallserie mit 20 Patienten

Immunol Res· 2021Studie lesen ↗
Review

Eignung der Herzratenvariabilität zur Beurteilung der autonomen Funktion bei Long COVID – systematischer Review

J Electrocardiol· 2024Studie lesen ↗
Studie

Wearable-HRV-Monitoring, autonome Dysfunktion und PEM bei Long COVID – Beobachtungsstudie

Sports Med· 2026Studie lesen ↗
RCT

Photobiomodulation bei kognitiver Dysfunktion (Brain Fog) nach COVID-19 – randomisierte doppelblinde Sham-kontrollierte Pilotstudie

EClinicalMedicine· 2026Studie lesen ↗
Klinische Studie

Transkranielle oder Ganzkörper-Photobiomodulation verbessert COVID-19-Brain-Fog

J Biophotonics· 2023Studie lesen ↗
Review

Systematischer Review quantitativer EEG-Befunde bei Fibromyalgie, chronischem Fatigue-Syndrom und Long COVID

Clin Neurophysiol· 2024Studie lesen ↗
Studie

Kognitive, EEG- und MRT-Befunde bei COVID-19-Überlebenden – 10-Monats-Studie

J Neurol· 2022Studie lesen ↗
Grundlagenstudie

Milde respiratorische COVID-Infektion kann Dysregulation neuraler Zellen und des Myelins verursachen

Cell· 2022Studie lesen ↗
Studie

Symptome, Komorbiditäten, Fibrin-Amyloid-Mikrogerinnsel und Thrombozytenpathologie bei Long COVID/PASC

Cardiovasc Diabetol· 2022Studie lesen ↗
Review

Das Potenzial der H.E.L.P.-Apherese bei schwerem akutem oder chronischem COVID-19 (Jaeger et al.)

Front Cardiovasc Med· 2022Studie lesen ↗
Review

Plasmapherese zur Entfernung von Amyloid-Fibrin(ogen)-Partikeln beim Post-COVID-Syndrom – Cochrane-Review (keine abgeschlossene RCT gefunden)

Cochrane Database Syst Rev· 2023Studie lesen ↗
Studie

Chronische Fatigue und Belastungsintoleranz (PEM) bei Menschen mit Long COVID – Beobachtungsstudie

Phys Ther· 2022Studie lesen ↗
Studie

Strukturiertes Pacing-Protokoll reduziert Symptomverschlechterung nach Belastung beim Post-COVID-Syndrom

J Med Virol· 2023Studie lesen ↗
Review

Interventionen beim Post-COVID-Syndrom – lebendiger systematischer Review

BMJ· 2024Studie lesen ↗
Review

Behandlungsmodalitäten bei Brain Fog nach Long COVID – systematischer Review

Neurol Sci· 2024Studie lesen ↗

Mehr Studien über alle Erkrankungen: Wissenschaft & Studien.

Die Evidenz für Neuromodulation bei Brain Fog und Fatigue nach COVID stammt aus kleinen bis mittleren randomisierten Studien und Pilotstudien und wächst; Mikrogerinnsel und Apherese sind eine Forschungsrichtung, zu der ein Cochrane-Review 2023 noch keine abgeschlossene randomisierte Studie fand. Was davon zu Ihrem Profil passt, entscheidet das Assessment, und die Nachmessung zeigt, ob es bei Ihnen wirkt.

Dr. med. univ. Julian Douwes — Ärztlicher Leiter
Dr. med. univ. Julian Douwes

Ein echter Arzt. Eine echte Klinik.

Dr. med. univ. Julian Douwes · Ärztlicher Leiter

Getragen vom Clinicum St. Georg, unter ärztlicher Leitung von Dr. med. univ. Julian Douwes. Ambulant, evidenzgraduiert, ohne Medikamente als ersten Schritt — abgestimmt auf Ihr Profil. Mehr zu unserem Programm.

  • 30+ Jahre Klinik-Erbe
  • 90+ Länder, aus denen Patienten anreisen
  • 30.000+ Behandlungssitzungen der Klinik
Was als Nächstes passiert

In drei ruhigen Schritten

1

Anfrage senden

Kurz Ihr Anliegen — Formular oder Telefon.

2

Kostenloses Erstgespräch

15–20 Min mit unserem medizinischen Team. Kostenlos, unverbindlich.

3

Assessment & gemeinsamer Plan

Wenn es passt, folgt das strukturierte Assessment; ein qEEG kommt dazu, wenn die Fragestellung es verlangt. Daraus entsteht Ihr Plan.

Long COVID & Post-COVID (Brain Fog, Fatigue): Sprechen wir über Ihren Weg.

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob und wie unser gemessenes Programm für Sie infrage kommt — unverbindlich und vertraulich.

Kostenloses Erstgespräch anfragen +49 (0)8061 398-0

Kostenlos & unverbindlich · Antwort in der Regel binnen 2 Werktagen · vertraulich

AnrufenKostenloses Erstgespräch