Angststörung:
der Alarm hat einen Schalter
Ihr Körper ist im Daueralarm, obwohl keine Gefahr da ist. Der Rat, einfach ruhiger zu werden, hilft nicht, weil die Angst in zwei Systemen sitzt: im Gehirn und im autonomen Nervensystem. Beide lassen sich messen. Und beide lassen sich regulieren.
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Ständige Anspannung, Herzrasen, das Gefühl, jeden Moment könne etwas passieren: Das zermürbt, und viele schämen sich dafür. Vielleicht haben Sie eine Psychotherapie gemacht, die geholfen hat, und trotzdem bleibt der Grundton. Vielleicht wirkt das Medikament, aber die Nebenwirkungen fordern ihren Preis. Angst ist keine Einbildung. Sie hat eine neurobiologische Signatur, und die kann man sichtbar machen.
Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen; schätzungsweise etwa jeder Vierte ist im Lauf des Lebens betroffen.
Symptome haben eine Landkarte
Bei Angst ist vor allem das Salienz-Netzwerk (anteriore Insula, anteriorer cingulärer Kortex) überaktiv: Der Türsteher stuft zu vieles als bedrohlich ein und hält Sie im Hyperarousal. Das limbische Netzwerk mit der Amygdala verstärkt die Alarmreaktion, das zentrale Exekutiv-Netzwerk setzt die Bremse nicht mehr richtig. Dieses Muster hat eine Körperseite. Das autonome Nervensystem läuft bei Angst im Sympathikus-Überhang: schnelle flache Atmung, geringe Herzratenvariabilität, ein Vagusnerv, der die Bremse nicht mehr findet. Herzratenvariabilität und Hirnaktivität zeigen dann zwei Seiten desselben Zustands, und der Vagus ist ein Zugang, der über den Körper ins Gehirn führt. Und eine Schilddrüsenüberfunktion, ein hoher Cortisolspiegel oder eine Hormonumstellung können ein Angstbild erzeugen oder verstärken; ein überaktives Salienz-Netzwerk bei Überfunktion ist zuerst ein Schilddrüsenfall. Deshalb gehören Laborwerte ins Assessment, und ein Arzt schließt organische Ursachen aus.
Einen Überblick über die sechs Hirnnetzwerke und eine erste Orientierung gibt die Gehirn-Netzwerk-Analyse.
Erst das Assessment, dann Ihr Programm.
In unserem Programm beginnt alles mit einem strukturierten Assessment: Anamnese, vorhandene Befunde, Fragebögen zu Angst, Schlaf und Stimmung, klinische Untersuchung, Laborwerte inklusive Schilddrüse, eine Messung der Herzratenvariabilität. Ein qEEG-Brainmapping kommt dazu, wenn wir sehen wollen, wie stark Ihr Salienz-Netzwerk in Ruhe feuert, und es ist Voraussetzung, sobald Neurofeedback Teil des Plans wird. Neuromodulation ist ein Baustein: Neurofeedback, um die eigene Erregung steuern zu lernen, taVNS als Zugang über den Vagusnerv, und wo das Profil es nahelegt rTMS. Daneben stehen Atemarbeit, Schlaf und die Psychotherapie, die Sie bereits machen; wir behandeln neben ihr, nicht an ihrer Stelle. Ihr Medikament bleibt, wie es ist, solange Ihr Psychiater es nicht gemeinsam mit uns anders entscheidet.
Unser Ziel bleibt dasselbe: das funktionelle Gleichgewicht wiederherzustellen, mit so wenig Medikamenten wie möglich und einem Leben mit hoher Lebensqualität als Maßstab.
Sie müssen heute nichts entscheiden. Ein Gespräch von 15 bis 20 Minuten reicht, um zu wissen, ob sich ein Assessment für Sie lohnt.
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Für wen es sinnvoll ist, und für wen nicht
Sinnvoll, wenn …
- Medikamente oder Therapie haben bisher nicht ausgereicht
- Sie suchen einen messbasierten, nicht-invasiven Weg
- Sie sind offen für eine ambulante Behandlung in Bad Aibling
Weniger geeignet, wenn …
- Sie erwarten eine reine Fern- oder Online-Behandlung ohne Vor-Ort-Diagnostik
- Sie erwarten eine Garantie — die gibt es in seriöser Medizin nicht
Akute Krise oder Suizidgedanken? Bitte wenden Sie sich sofort an ärztliche oder notfallmedizinische Hilfe — Notruf 112 oder die Telefonseelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr).
Das Erstgespräch ist kostenlos. Ablauf, Dauer und Kosten eines möglichen Programms besprechen wir danach offen, ambulant bei uns in Bad Aibling.
Was die Forschung zeigt
Peer-reviewte Arbeiten zu Angststörung und den relevanten Verfahren, nach Evidenzgrad eingeordnet. Keine Studie beweist einen persönlichen Behandlungserfolg.
Kurz gesagt: Für einige Verfahren ist die Evidenz solide, für andere noch früh. Wo Ihr Fall steht, klären wir im Assessment, und danach richtet sich das Programm.
Wirksamkeit und Akzeptanz von Hirnstimulation bei Angststörungen, Zwangsstörung und PTBS: Netzwerk-Metaanalyse
Transkranielle Magnetstimulation bei Angst- und trauma-bezogenen Störungen: systematischer Review und Metaanalyse
rTMS des linken dorsolateralen präfrontalen Kortex auf Symptomdomänen bei neuropsychiatrischen Störungen: Metaanalyse
Wirksamkeit von Neurostimulation über psychische Störungen hinweg: Metaanalyse von 208 randomisierten Studien
Hirnstimulation und weitere biologische nicht-pharmakologische Verfahren bei psychischen Störungen: Umbrella-Review
Transkutane aurikuläre Vagusnervstimulation bei häufigen neuropsychiatrischen Störungen (emotionale Dysregulation und Entzündung)
Mehr Studien über alle Erkrankungen: Wissenschaft & Studien.
Für Hirnstimulation bei Angststörungen liegen randomisierte Studien und erste Metaanalysen vor; die Datenlage ist schmaler als bei Depression, und die Effekte fallen unterschiedlich aus. Wo Ihr Alarm festhängt, im Netzwerk oder im Vagus, entscheidet, womit wir beginnen.

Ein echter Arzt. Eine echte Klinik.
Dr. med. univ. Julian Douwes · Ärztlicher Leiter
Getragen vom Clinicum St. Georg, unter ärztlicher Leitung von Dr. med. univ. Julian Douwes. Ambulant, evidenzgraduiert, ohne Medikamente als ersten Schritt — abgestimmt auf Ihr Profil. Mehr zu unserem Programm.
- 30+ Jahre Klinik-Erbe
- 90+ Länder, aus denen Patienten anreisen
- 30.000+ Behandlungssitzungen der Klinik
In drei ruhigen Schritten
Verfahren, die wir bei Angststörung einsetzen
Welche Verfahren für Sie sinnvoll sind, entscheidet das Assessment, nicht die Liste.
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Angststörung: Sprechen wir über Ihren Weg.
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob und wie unser gemessenes Programm für Sie infrage kommt — unverbindlich und vertraulich.
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