Douwes Brain Center
Neuromodulationstherapie · neun nicht-invasive Verfahren

Neun Verfahren.
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rTMS, TPS, Neurofeedback: Jedes Verfahren wirkt auf ein anderes Netzwerk. Welche davon in Ihren Plan gehören, entscheidet das Assessment, und wo die Frage es verlangt, ein qEEG.

Sie vergleichen gerade Verfahren.

Jedes Verfahren spricht ein anderes Netzwerk an.

Vielleicht haben Sie rTMS und TPS schon nebeneinander gelesen und sich gefragt, welches von beiden stärker ist. Die Frage hat eine Antwort, und sie steht in Ihrem Befundbild.

Magnetimpulse erreichen den präfrontalen Kortex. Ein Reiz an der Ohrmuschel erreicht den Vagusnerv. Neurofeedback trainiert die Selbstregulation ohne äußeren Reiz. Verschiedene Wege in verschiedene Systeme, und welches davon bei Ihnen aus dem Takt ist, lesen wir aus dem Assessment. Die neun Verfahren auf dieser Seite sind Bausteine; welche davon in Ihren Plan gehören, entscheidet dieses Assessment, und was daneben nötig ist, Labor, Infektionsdiagnostik, hyperbare Sauerstofftherapie, Schlaf, Darm oder psychologische Begleitung, steht im selben Plan. Was der Befund nicht verlangt, machen wir nicht.

Ein MagVenture-TMS-Gerät auf einem Rollwagen mit Gelenkarm und Achterschleifen-Spule (Figure-8) neben einem Behandlungssessel in warmem Tageslicht.
Der MagVenture MagPro mit Achterspule im rTMS-Raum des Clinicum St. Georg, Bad Aibling.
Das Prinzip

Vor dem ersten Impuls steht das Assessment.

Anamnese, vorhandene Befunde, Fragebögen, klinische Untersuchung, bei Bedarf Labor: Daraus entsteht Ihr Befundbild. Ein qEEG mit 32 Elektroden kommt dazu, wenn die Frage lautet, welches Netzwerk über- oder unteraktiv ist. Erst danach fällt die Wahl der Bausteine.

Assessment

Anamnese, vorhandene Befunde, Fragebögen und klinische Untersuchung ergeben Ihr Befundbild. Ein qEEG kommt dazu, wenn die Fragestellung es verlangt.

Individueller Plan

Auf Basis Ihrer Messwerte entsteht ein persönlicher Behandlungsplan — evidenzgraduiert und transparent.

Behandlung

Nicht-invasive Neuromodulation, ambulant und ohne Medikamente als ersten Schritt — mit Verlaufsmessung.

Schema des internationalen 10-20-Systems zur Platzierung von EEG-Elektroden auf der Kopfhaut.
Abb.: Internationales 10-20-System · Wikimedia Commons, gemeinfrei / CC

Wird ein qEEG gemacht, sitzen die Elektroden nach dem internationalen 10-20-System, demselben Raster, das jede EEG-Abteilung nutzt. So lässt sich Ihre Aktivität mit einer Normdatenbank vergleichen, bevor ein Verfahren auf ein Netzwerk zielt.

→ Zur Diagnostik (qEEG-Brainmapping)
→ Unsere Methode im Detail

So lesen Sie diese Seite

Fünf Evidenzgrade, von stark bis früh.

Jeder Grad beschreibt, wie viele und wie gute Studien hinter einem Verfahren stehen. „Stark“ heißt repliziert und teils zugelassen. „Früh“ heißt mechanistisch plausibel, klinisch noch wenige Daten. Der Grad ist ein Merkmal des Verfahrens, keine Aussage über Ihren Verlauf.

  • StarkIn hochwertigen, replizierten Studien belegt, teils behördlich zugelassen (FDA / CE).
  • SolideGute Studienlage für bestimmte Indikationen, breit und etabliert eingesetzt.
  • ModeratEin hilfreicher Baustein; die Wirksamkeit ist moderat belegt.
  • WachsendVielversprechend, die Evidenz wächst, noch nicht abschließend gesichert.
  • FrühMechanistisch plausibel, die klinischen Daten sind noch früh und begrenzt.
  • DiagnostikKein Therapieverfahren: das qEEG, das wir hinzuziehen, wenn die Fragestellung ein bestimmtes Netzwerk betrifft.
Die neun Verfahren

Was jedes Verfahren im Gehirn tut.

Die Karten stehen in keiner Rangfolge. Jede nennt, worauf das Verfahren wirkt, und den Evidenzgrad dazu. Die Detailseite je Verfahren beschreibt Ablauf, Studienlage und Nebenwirkungen.

Stark
Repetitive Transkranielle Magnetstimulation

rTMS

Magnetimpulse regen den präfrontalen Kortex an, der bei Depression messbar unteraktiv ist. Hauptindikation ist die therapieresistente Depression.

Evidenz: stark bei Depression
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Wachsend
SAINT-Protokoll

Accelerated TMS

Verdichtet einen ganzen rTMS-Zyklus auf wenige Tage, mit bildgeführter Ziellokalisation im präfrontalen Kortex.

Evidenz: wachsend (FDA-Zulassung 2022 in den USA)
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Solide
Transkranielle Pulsstimulation

TPS

Fokussierte Ultraschall-Stoßwellen sollen in gezielt angesteuerten Arealen Durchblutung und Neuroplastizität anregen. CE-zertifiziert für leichte bis mittlere Alzheimer-Demenz.

Evidenz: solide bei Alzheimer, sonst off-label
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Wachsend
Vagusnervstimulation

taVNS

Ein sanfter Reiz an der Ohrmuschel erreicht den Vagusnerv, die Bremse des autonomen Nervensystems, und zielt auf dessen Regulation.

Evidenz: wachsend
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Solide
EEG-basiertes Training

Neurofeedback

Sie sehen Ihre eigene Hirnaktivität in Echtzeit und trainieren, sie selbst zu regulieren, ohne äußeren Stromreiz. Am besten belegt bei ADHS.

Evidenz: solide bei ADHS
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Diagnostik
Quantitatives EEG

qEEG / Brainmapping

Eine Landkarte Ihrer Hirnaktivität im Vergleich zur Normdatenbank. Sie zeigt, welches Netzwerk aus dem Takt ist, und trägt jede Verfahrenswahl bei uns.

Diagnostik, kein Therapieverfahren
Zur Diagnostik →
Moderat
Transkranielle Gleichstromstimulation

tDCS

Ein schwacher Gleichstrom verschiebt die Erregbarkeit der Nervenzellen unter der Elektrode und unterstützt Neuroplastizität.

Evidenz: moderat, gut verträglich
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Früh
Nahinfrarot-Licht

Photobiomodulation

Rotes und nahinfrarotes Licht erreicht die Mitochondrien der Nervenzellen und unterstützt deren Energieproduktion. Erforscht bei Demenz, Brain Fog und Depression.

Evidenz: früh (vielversprechend, nicht etabliert)
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Solide
Bewegungsbasierte Reha

Neuro-Physiotherapie

Übersetzt, was Stimulation im Netzwerk anstößt, in Bewegung und Funktion. Bei Schlaganfall, Parkinson und Gleichgewichtsstörungen.

Evidenz: solide (etabliertes Reha-Verfahren)
Details ansehen →

Alle Angaben zu Wirksamkeit und Evidenz beruhen auf peer-reviewten Studien und Leitlinien; den jeweiligen Evidenzstand weisen wir auf jeder Behandlungsseite aus. Behandlungserfolge sind individuell.

Eine MagVenture-Achterschleifen-TMS-Spule (Figure-8) in behandschuhter Hand nahe der Kopfstütze eines Behandlungssessels.
Wie wir das passende Verfahren wählen

Ein starkes Verfahren am falschen Ziel bleibt wirkungslos.

Welche Bausteine in Ihren Plan gehören, entscheidet das Assessment. Zeigt ein qEEG einen unteraktiven präfrontalen Kortex, spricht das für rTMS. Ein Nervensystem im Daueralarm spricht für taVNS oder Neurofeedback. Ein Labor, das eine aktive Infektion oder eine Schilddrüse außer Takt zeigt, spricht dafür, zuerst dort anzusetzen. Und ein Befundbild, das zu keinem Verfahren passt, spricht dafür, keines anzuwenden; auch das sagen wir Ihnen im Erstgespräch.

Jeden Plan prüft der verantwortliche Arzt samt Sicherheits-Screening auf Kontraindikationen, bevor der erste Impuls gesetzt wird. Nach der Behandlung erheben wir den Befund erneut; wurde ein qEEG gemacht, zeigt das zweite EEG, ob sich das Netzwerk in Richtung funktionelles Gleichgewicht bewegt hat.

Unsere Methode im Detail

Wer das verantwortet

Ärztlich geführt. Getragen vom Clinicum St. Georg.

Das Douwes Brain Center ist die Neuromodulations-Marke des Clinicum St. Georg in Bad Aibling. Verantwortlich ist Dr. med. univ. Julian Douwes, als Chief Medical Officer. Das Haus behandelt seit über 30 Jahren, Patienten reisen aus mehr als 90 Ländern an, und Internisten und Labor arbeiten unter demselben Dach.

Jahre Klinik-Erbe
Länder, aus denen Patienten anreisen
Verfahren im Portfolio
Behandlungssitzungen der Klinik

→ Über das Douwes Brain Center & Clinicum St. Georg ·  → Unser Team

TPS · off-label, nach Messbild

Warum wir TPS oft off-label einsetzen, und was das heißt.

Die transkranielle Pulsstimulation (TPS) mit dem Storz Neurolith ist in Europa für die Alzheimer-Demenz CE-zugelassen; die Evidenz dort ist solide. Bei anderen Erkrankungen setzen wir TPS off-label ein: außerhalb der formalen Zulassung, als aufgeklärten Heilversuch, den Sie nach Assessment und Messbild mit uns entscheiden.

Storz-Neurolith-TPS-Gerät: eine Fachkraft führt den handgeführten Applikator mit Abstandshalter behutsam über den Kopf einer ruhigen Patientin, daneben die Neurolith-Konsole auf einem Rollwagen.
Der Storz Neurolith: Der Applikator wird von Hand über die Kopfhaut geführt, ohne Eingriff.

Was die Pulse im Gewebe tun

Kurze mechanische Druckpulse treffen ein angesteuertes Areal und regen dort Durchblutung, Zellstoffwechsel und Neuroplastizität an. Der Mechanismus fragt nicht nach der Diagnose; er wirkt auf das Hirnnetzwerk, das er trifft. Deshalb messen wir zuerst, welches Netzwerk bei Ihnen aus der Balance ist, und lenken die Pulse genau dorthin.

Warum sich das kaum standardisieren lässt

Große randomisierte Studien brauchen ein einheitliches Protokoll für alle Teilnehmer mit derselben Diagnose. Zwei Menschen mit derselben Diagnose haben aber selten dasselbe Netzwerk-Muster: Bei dem einen ist das limbische Netzwerk überaktiv, beim anderen das exekutive unteraktiv. Ein Einheitsschema trifft nur einen Teil von ihnen. Das ist der Grund, warum RCT-Evidenz für gemessene Neuromodulation so schwer zu erzeugen ist, und der Grund, warum wir das Protokoll aus dem Messbild ableiten und nicht aus der Diagnose.

Off-Label heißt: Für die einzelne Indikation liegt die Evidenz noch nicht auf Zulassungsniveau. Wir klären auf, dokumentieren und messen den Verlauf, damit Sie und wir im zweiten EEG sehen, ob sich bei Ihnen etwas bewegt hat. Mehr dazu in unserem Programm.

Wissenschaft & Studien

Sie müssen uns nicht glauben. Lesen Sie selbst nach.

Zu jedem Verfahren verlinken wir eine peer-reviewte Arbeit auf PubMed: Metaanalyse, randomisierte Studie oder Übersicht. Aus genau solchen Arbeiten ist der Evidenzgrad auf der Karte abgeleitet. Eine Studie beschreibt eine Gruppe; was sie für Ihren Befund bedeutet, besprechen wir im Erstgespräch.

Die Links führen zu PubMed bzw. zu den Fachjournalen. Ob ein Verfahren zu Ihnen passt, steht in keiner dieser Arbeiten; das zeigt erst Ihr Assessment.

Welche Bausteine gehören in Ihren Plan?

Im kostenlosen Erstgespräch sehen wir Ihre Vorgeschichte durch und legen fest, womit das Assessment beginnt. Sie hören von uns, ob ein qEEG in Ihrem Fall dazugehört und welche Bausteine wir prüfen würden.

Kostenloses Erstgespräch anfragen +49 (0)8061 398-0
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