Chronische Schmerzen:
„damit leben“ ist keine Diagnose
Chronischer Schmerz sitzt oft nicht mehr im Gewebe, sondern im Nervensystem, das ihn verarbeitet. Dort kann man ihn messen, und dort kann man ansetzen. „Damit müssen Sie leben“ beschreibt die Grenzen einer Methode, nicht Ihre.
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Wenn Schmerz zum ständigen Begleiter wird, kostet er mehr als Kraft: Schlaf, Stimmung, Beweglichkeit, ein Stück von Ihnen. Vielleicht haben Sie unzählige Untersuchungen, Medikamente und Therapien hinter sich und immer wieder gehört, es sei nichts zu finden. Wir glauben Ihnen Ihren Schmerz. Und wir schauen dorthin, wo er verarbeitet wird.
Etwa jeder fünfte Erwachsene lebt mit chronischen Schmerzen; sie zählen weltweit zu den häufigsten Gründen für anhaltende Beeinträchtigung.
Symptome haben eine Landkarte
Bei anhaltendem Schmerz verändert sich das Nervensystem: Schmerzverarbeitende Netzwerke werden sensibilisiert und melden Schmerz auch ohne klaren Auslöser (zentrale Sensibilisierung). Beteiligt sind das sensomotorische Netzwerk, das Salienz-Netzwerk, das Reize als bedrohlich bewertet, und das limbische Netzwerk. Zwei Systeme halten diese Sensibilisierung am Laufen. Das autonome Nervensystem: Dauerschmerz hält den Sympathikus oben, die Herzratenvariabilität sinkt, und ein Körper im Alarm verstärkt jedes Schmerzsignal; deshalb messen wir die Herzratenvariabilität, und deshalb ist der Vagusnerv ein Ansatzpunkt. Und der Schlaf: Eine einzige schlechte Nacht senkt die Schmerzschwelle messbar, Schmerz stört wiederum den Schlaf, und der Kreis schließt sich; deshalb wird der Schlaf behandelt, bevor wir eine Stimulation beurteilen. Ein Arzt ordnet das ein; Bildgebung und neurologische Untersuchung schließen strukturelle Ursachen aus.
Einen Überblick über die sechs Hirnnetzwerke und eine erste Orientierung gibt die Gehirn-Netzwerk-Analyse.
Erst das Assessment, dann Ihr Programm.
Am Anfang steht ein strukturiertes Assessment: Anamnese und Schmerztagebuch, vorhandene Befunde und Bildgebung, Fragebögen zu Schmerz, Schlaf und Stimmung, klinische und neurologische Untersuchung, Herzratenvariabilität, bei Bedarf Labor. Ein qEEG-Brainmapping kommt dazu, wenn wir wissen müssen, wie Ihr Gehirn Schmerz verarbeitet, bevor wir dort stimulieren. Auf dieser Grundlage entsteht Ihr Programm. Neuromodulation ist darin ein Baustein: rTMS über dem motorischen Kortex und tDCS gehören zu den am besten untersuchten Verfahren bei chronischem Schmerz, Neurofeedback und taVNS trainieren Selbstregulation und Vagus-Tonus. Daneben stehen Schlaf, dosierte Bewegung und psychologische Schmerzbegleitung, ambulant und unter dem Dach des Clinicum St. Georg. Schmerzmittel und alle weiteren Medikamente ändern wir nur zusammen mit dem Arzt, der sie verordnet hat.
Unser Ziel bleibt dasselbe: das funktionelle Gleichgewicht wiederherzustellen, mit so wenig Medikamenten wie möglich und einem Leben mit hoher Lebensqualität als Maßstab.
Sie müssen heute nichts entscheiden. Ein Gespräch von 15 bis 20 Minuten reicht, um zu wissen, ob sich ein Assessment für Sie lohnt.
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Für wen es sinnvoll ist, und für wen nicht
Sinnvoll, wenn …
- Medikamente oder Therapie haben bisher nicht ausgereicht
- Sie suchen einen messbasierten, nicht-invasiven Weg
- Sie sind offen für eine ambulante Behandlung in Bad Aibling
Weniger geeignet, wenn …
- Sie erwarten eine reine Fern- oder Online-Behandlung ohne Vor-Ort-Diagnostik
- Sie erwarten eine Garantie — die gibt es in seriöser Medizin nicht
Akute Krise oder Suizidgedanken? Bitte wenden Sie sich sofort an ärztliche oder notfallmedizinische Hilfe — Notruf 112 oder die Telefonseelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr).
Das Erstgespräch ist kostenlos. Ablauf, Dauer und Kosten eines möglichen Programms besprechen wir danach offen, ambulant bei uns in Bad Aibling.
Was die Forschung zeigt
Peer-reviewte Arbeiten zu Chronische Schmerzen und den relevanten Verfahren, nach Evidenzgrad eingeordnet. Keine Studie beweist einen persönlichen Behandlungserfolg.
Kurz gesagt: Für einige Verfahren ist die Evidenz solide, für andere noch früh. Wo Ihr Fall steht, klären wir im Assessment, und danach richtet sich das Programm.
Nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren bei chronischem Schmerz — Cochrane-Übersichtsarbeit
Pharmakotherapie und nicht-invasive Neuromodulation bei neuropathischem Schmerz — systematische Übersicht & Metaanalyse
Zusätzliche nicht-invasive Hirnstimulation bei Fibromyalgie — Metaanalyse randomisierter Studien
tDCS auf die Schmerzintensität bei Fibromyalgie — systematische Übersicht & Metaanalyse
Nicht-invasive elektrische Hirnstimulation bei Fibromyalgie — systematische Übersicht & Metaanalyse
Neurofeedback beim Management chronischer Schmerzen — systematische Übersicht & Metaanalyse klinischer Studien
Analgetische Wirkung von EEG-Neurofeedback bei chronischem Schmerz — systematische Übersicht & Metaanalyse
Wirkung von Neurofeedback bei Fibromyalgie — randomisierte kontrollierte Studie
EMG- und EEG-Biofeedback beim Fibromyalgie-Syndrom — Metaanalyse & systematische Übersicht randomisierter Studien
Transkutane Vagusnerv-Stimulation bei chronischem Schmerz — systematische Übersicht & Metaanalyse
Mehr Studien über alle Erkrankungen: Wissenschaft & Studien.
Metaanalysen zeigen für rTMS und tDCS bei chronischem Schmerz eine moderate Linderung, bei vielen Betroffenen, nicht bei allen und in unterschiedlichem Maß. Wie Ihr Schmerzsystem eingestellt ist, zeigt das Assessment, und dort setzt das Programm an.

Ein echter Arzt. Eine echte Klinik.
Dr. med. univ. Julian Douwes · Ärztlicher Leiter
Getragen vom Clinicum St. Georg, unter ärztlicher Leitung von Dr. med. univ. Julian Douwes. Ambulant, evidenzgraduiert, ohne Medikamente als ersten Schritt — abgestimmt auf Ihr Profil. Mehr zu unserem Programm.
- 30+ Jahre Klinik-Erbe
- 90+ Länder, aus denen Patienten anreisen
- 30.000+ Behandlungssitzungen der Klinik
In drei ruhigen Schritten
Verfahren, die wir bei Chronische Schmerzen einsetzen
Welche Verfahren für Sie sinnvoll sind, entscheidet das Assessment, nicht die Liste.
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Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob und wie unser gemessenes Programm für Sie infrage kommt — unverbindlich und vertraulich.
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