Was kostet rTMS? Preise und Kostenübernahme
Transkranielle Magnetstimulation kostet in Deutschland nach öffentlich einsehbaren Preislisten (Stand September 2026) je nach Praxis und Protokoll rund 30 bis 140 € pro Sitzung. Eine vollständige Serie von 20 bis 30 Sitzungen liegt damit meist zwischen 1.300 und 3.750 €, zuzüglich Erstuntersuchung. Gesetzliche Kassen übernehmen rTMS ambulant in der Regel nicht; private Versicherungen und Beihilfe entscheiden im Einzelfall auf Basis eines Kostenvoranschlags. Was in diesen Zahlen steckt, wie TPS, tDCS, taVNS und Neurofeedback im Vergleich liegen und wie wir es im Douwes Brain Center handhaben, lesen Sie hier. Ein vierstelliger Betrag verdient eine Vorbedingung: dass das Protokoll zu Ihrem Befund passt. Deshalb steht bei uns das Assessment vor dem Kostenvoranschlag.
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-13 · Medizinisch verantwortet von Dr. med. univ. Julian Douwes

rTMS Kosten in Deutschland: die Zahlen
Weil rTMS in Deutschland überwiegend eine Selbstzahler- oder Privatleistung ist, veröffentlichen viele Praxen ihre Preise. Wir haben, Stand September 2026, öffentlich einsehbare Preislisten von Anbietern in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und der Schweiz ausgewertet. Die Spanne ist groß, das Muster aber klar:
- Pro Sitzung: Die niedrigsten veröffentlichten Preise beginnen bei rund 27–30 € je Sitzung (bei Serien von 30 Sitzungen, Selbstzahlertarif), die meisten ärztlichen Privatambulanzen liegen bei 100–140 € je Sitzung.
- Erstuntersuchung: Anamnese, Ausschluss von Kontraindikationen und Bestimmung der motorischen Schwelle werden meist separat berechnet, typischerweise 150–200 €.
- Pro Serie: Veröffentlichte Paketpreise reichen von etwa 1.300 € für 10 Sitzungen über 2.600 € für 20 bis 3.750 € für 30 Sitzungen. Die von Praxen selbst genannten Gesamtkosten liegen zwischen 1.000 und 3.600 €.
Rechnen Sie also für eine vollständige Behandlungsserie mit einer Größenordnung von 1.500 bis 4.000 €. Günstiger wird es, wenn ein kurzes Theta-Burst-Protokoll gewählt wird oder eine Praxis die Sitzungen sehr dicht taktet; teurer, wenn Bildgebung, Neuronavigation oder umfangreiche Diagnostik enthalten sind. Zahlen ohne Angabe dessen, was enthalten ist, sind deshalb wenig aussagekräftig, dazu gleich mehr.
Was eine rTMS-Serie umfasst: Sitzungen, Wochen, Protokolle
Der Preis hängt vor allem von der Zahl der Sitzungen ab, und die ist protokollabhängig. Drei Formate sind heute üblich:
- Klassisches 10-Hz-Protokoll: 20 bis 30 Sitzungen an aufeinanderfolgenden Werktagen über 4 bis 6 Wochen, jede Sitzung etwa 20 bis 40 Minuten. Das ist das Protokoll der großen Zulassungsstudien und der Standard bei Depression.
- iTBS (intermittierende Theta-Burst-Stimulation): gleiche Sitzungsanzahl, aber nur rund 3 Minuten Stimulation je Sitzung. In der THREE-D-Studie war iTBS dem 10-Hz-Protokoll nicht unterlegen. Für die Praxis heißt das: weniger Stuhlzeit, oft günstigere Sitzungspreise.
- Beschleunigte Protokolle (Accelerated TMS): mehrere iTBS-Sitzungen pro Tag, in SAINT-inspirierten Formaten bis zu 10 Sitzungen täglich über 5 Tage, also 50 Sitzungen in einer Woche. Hier wird meist ein Wochenpaket kalkuliert, nicht ein Einzelpreis. Mehr dazu auf der Seite Beschleunigte TMS.
Für den Vergleich zweier Angebote sollten Sie deshalb immer fragen: Wie viele Sitzungen sind enthalten? Ist die Erstuntersuchung dabei? Sind Verlaufsmessungen und ärztliche Gespräche inklusive? Und was kostet eine Erhaltungssitzung, falls später eine Auffrischung sinnvoll ist? Wie Sie den Erfolg einer Behandlung realistisch einschätzen, lesen Sie unter rTMS: Erfolgsquote und Erfahrungen aus Studien.
Zahlt die Krankenkasse rTMS? GKV, PKV und Beihilfe
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV): Ambulante rTMS ist derzeit keine Regelleistung der gesetzlichen Kassen, der Gemeinsame Bundesausschuss hat sie nicht in den ambulanten Leistungskatalog aufgenommen. Im stationären Rahmen kann rTMS Teil der Krankenhausbehandlung sein und wird dann über den Klinikaufenthalt abgerechnet. Einzelfallanträge auf Kostenübernahme sind möglich, werden aber selten bewilligt. Für gesetzlich Versicherte ist ambulante rTMS daher in aller Regel eine Selbstzahlerleistung.
Private Krankenversicherung (PKV) und Beihilfe: Hier ist die Erstattung eine Einzelfallentscheidung. Viele Versicherer und Beihilfestellen übernehmen die Kosten ganz oder teilweise, wenn die medizinische Notwendigkeit dargelegt ist, meist bei Depression nach unzureichendem Ansprechen auf Medikamente. Andere lehnen ab oder erstatten nur anteilig. Der übliche Weg: Sie erhalten vor Behandlungsbeginn einen schriftlichen Kostenvoranschlag mit Begründung und reichen ihn bei Ihrer Versicherung ein; die Zusage sollte vor der ersten Sitzung vorliegen.
Abrechnungsgrundlage GOÄ: rTMS hat keine eigene Ziffer in der Gebührenordnung für Ärzte und wird deshalb analog nach § 6 Abs. 2 GOÄ berechnet, üblicherweise mit dem 2,3-fachen Satz. Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, Sie vorab schriftlich über das voraussichtliche Honorar zu informieren und darauf hinzuweisen, dass eine private Versicherung die Notwendigkeit anders bewerten kann (§ 630c Abs. 3 BGB). Seriöse Anbieter erkennen Sie daran, dass sie genau das tun, und keine „Sonderangebote" machen.
Wie wir es im Douwes Brain Center handhaben
Bei uns beginnt jede Behandlung mit einem kostenlosen Erstgespräch. Dort klären wir, ob rTMS für Sie überhaupt infrage kommt, welche Kontraindikationen auszuschließen sind und welche Diagnostik sinnvoll ist. Anschließend folgt das strukturierte Assessment; ein qEEG-Brainmapping kommt dazu, wenn die Fragestellung es verlangt. Erst daraus ergibt sich, welches Protokoll, wie viele Sitzungen und ob rTMS allein oder in Kombination mit anderen Verfahren sinnvoll ist. So vermeiden wir das teuerste Szenario: eine lange Serie, die von Anfang an nicht zum gemessenen Profil gepasst hat.
Unsere konkreten Preise nennen wir Ihnen transparent im kostenlosen Erstgespräch, sie richten sich nach dem gemessenen Programm.
Was Sie in jedem Fall erwarten können: einen schriftlichen Kostenvoranschlag nach GOÄ, den Sie bei Ihrer privaten Versicherung oder Beihilfe einreichen können, ärztliche Verlaufskontrollen als Teil des Programms und keine Pauschale, die nicht zu Ihrer Messung passt. Für Anreisende aus München, Rosenheim oder dem Alpenraum finden Sie Hinweise auf unserer Standortseite.
Kosten anderer Neuromodulationsverfahren: TPS, tDCS, taVNS, Neurofeedback
Wer nach rTMS-Kosten sucht, vergleicht oft mit anderen Verfahren. Auch hier gilt: Stand September 2026, öffentlich einsehbare Preislisten deutscher Anbieter, Selbstzahlertarife.
- Transkranielle Pulsstimulation (TPS): Wird fast ausschließlich als Serie von sechs Sitzungen angeboten. Veröffentlichte Paketpreise inklusive Anamnese und Vor-/Nachuntersuchung liegen bei rund 2.000 bis 3.000 €; einzelne Auffrischungssitzungen werden mit etwa 300 € berechnet. TPS ist eine reine Selbstzahlerleistung; erste private Versicherer erstatten im Einzelfall.
- tDCS (Gleichstromstimulation): Geräte- und Personalaufwand sind geringer als bei rTMS, entsprechend sind Sitzungen meist günstiger. Öffentliche Preislisten sind rar; ein Beispiel nennt rund 1.600 € für eine komplette Behandlungsserie. tDCS ist eine IGeL-Leistung, die GKV zahlt nicht, einzelne PKV erstatten.
- taVNS (Vagusnervstimulation am Ohr): Kaum öffentliche Preislisten. Die Sitzungskosten liegen typischerweise unter denen einer rTMS-Sitzung; häufig wird taVNS als Baustein in einem Programm kalkuliert.
- Neurofeedback: Typisch sind 70 bis 150 € je Sitzung bei 20 bis 40 Sitzungen. Details, Kassenfrage und Paketpreise finden Sie im Beitrag Neurofeedback Kosten.
Unterm Strich: Pro Sitzung ist rTMS eines der teureren Verfahren, pro Serie liegt es aber in derselben Größenordnung wie TPS und ein längeres Neurofeedback-Training. Entscheidend ist nicht der Sitzungspreis, sondern ob das Verfahren zu Ihrem gemessenen Profil passt.
Internationaler Vergleich: Deutschland, USA, Großbritannien, Schweiz
Für Patientinnen und Patienten aus dem Ausland ist Deutschland ein vergleichsweise günstiger Standort. In den USA nennen Anbieter und Finanzierungsportale Stand 2026 typischerweise 300 bis 500 US-Dollar pro Sitzung und 6.000 bis 15.000 Dollar für eine Serie von 20 bis 36 Sitzungen ohne Versicherung; mit Versicherung bleiben oft 1.500 bis 5.000 Dollar Eigenanteil. In Großbritannien kostet bei privaten TMS-Ketten ein Erstkurs von 15 Sitzungen rund 3.300 bis 3.750 Pfund, ein Assessment etwa 350 Pfund; über den NHS ist rTMS nur an sehr wenigen Standorten mit langen Wartelisten verfügbar. In der Schweiz ist rTMS keine Grundversicherungsleistung; Zürcher Anbieter kalkulieren individuelle Pakete in CHF.
Eine 30-Sitzungen-Serie in Deutschland liegt damit meist bei einem Drittel bis der Hälfte des US-Preises, auch wenn Sie Anreise und Unterkunft einrechnen. Für ein beschleunigtes 5-Tage-Protokoll kommt genau das hinzu: fünf Behandlungstage mit mehreren Sitzungen täglich, also eine Woche Unterkunft in Bad Aibling oder Umgebung. Bad Aibling ist Kurort mit entsprechender Infrastruktur, 50 Minuten von München und dem Flughafen entfernt. Details zu Protokoll und Ablauf finden Sie unter Beschleunigte TMS.
Kosten und Nutzen abwägen
Ein vierstelliger Betrag ist viel Geld. Es lohnt sich deshalb, ihn gegen das zu halten, was die Evidenz sagt: Für rTMS bei Depression liegen zahlreiche randomisierte Studien, Metaanalysen und Zulassungen vor; ein relevanter Teil der Behandelten spricht an, ein kleinerer Teil erreicht eine Remission, und nicht jeder profitiert. Die Zahlen dazu ordnen wir unter Erfolgsquote und Erfahrungen ein. Bei therapieresistenter Depression ist die Alternative oft ein weiterer Medikamentenwechsel oder ein stationärer Aufenthalt; beides hat ebenfalls Kosten, nur weniger sichtbare.
Unser Anspruch ist dabei immer derselbe: das funktionelle Gleichgewicht Ihres Gehirns wiederherzustellen, so weit es geht ohne Chemie und mit so wenig Medikamenten wie möglich. Messen hilft, das Geld dort einzusetzen, wo es nach Ihrem Profil am ehesten wirkt. Ob rTMS dazugehört, klären wir gemeinsam, im kostenlosen Erstgespräch.
Häufige Fragen
Was kostet rTMS?
Wie viel kostet eine rTMS Sitzung?
Zahlt die Krankenkasse rTMS?
Wie viele rTMS-Sitzungen sind nötig?
Wie wird rTMS nach GOÄ abgerechnet?
Was kostet TPS, tDCS oder Neurofeedback im Vergleich?
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Was für Sie infrage kommt, zeigt das strukturierte Assessment. Das kostenlose Erstgespräch dauert 15 bis 20 Minuten und klärt, ob sich dieser Weg für Sie lohnt.