Ablauf & Vorbereitung

Ablauf eines qEEG-Termins bei uns

Wenn wir Ihnen ein qEEG-Brainmapping vorschlagen, hat das einen Grund: Ihre Fragestellung verlangt einen Blick auf die Hirnnetzwerke, den Gespräch, Fragebögen und Untersuchung allein nicht liefern. Der Termin selbst ist unspektakulär. Sie tragen eine weiche Haube mit 32 Elektroden, sitzen etwa 60 Minuten ruhig, und das Gerät hört zu. Keine Strahlung, keine Spritze, kein Strom. Danach werten wir aus und erklären Ihnen, was Ihr Netzwerkbild zeigt und was es nicht zeigt.

Zuletzt aktualisiert: 2026-07-25 · Medizinisch verantwortet von Dr. med. univ. Julian Douwes

Ablauf eines qEEG-Termins bei uns

Was ist ein qEEG – kurz erklärt

qEEG steht für quantitatives Elektroenzephalogramm: Wir messen die elektrische Aktivität Ihres Gehirns an der Kopfhaut und vergleichen sie rechnerisch mit einer Normdatenbank. So wird sichtbar, welche Hirnnetzwerke bei Ihnen eher über- oder unteraktiv sind. Das qEEG ist ein diagnostisches Verfahren: Es misst, es behandelt nicht. Und es ist kein Pflichtprogramm. Am Anfang steht bei jedem Patienten ein strukturiertes Assessment aus Anamnese, vorhandenen Befunden, Fragebögen und klinischer Untersuchung; ob ein qEEG dazukommt, entscheiden wir danach.

Wichtig: Das qEEG allein stellt keine Diagnose. Ein Arzt führt es mit Ihrer Vorgeschichte, klinischen Einschätzungen und weiteren Bausteinen zu einem Gesamtbild zusammen. Mehr dazu auf unserer Seite zur Diagnostik.

So bereiten Sie sich vor

Die Vorbereitung ist unkompliziert. Am hilfreichsten ist:

  • Frisch gewaschene Haare ohne Gel, Öl oder Haarspray – das verbessert den Kontakt der Elektroden.
  • Möglichst ausgeruht erscheinen; extreme Schlaflosigkeit kann das Bild verändern.
  • Auf viel Koffein unmittelbar vorher besser verzichten.
  • Sprechen Sie Medikamente vorab an – Sie sollen nichts eigenmächtig absetzen, aber wir ordnen ihren Einfluss ein.

Sie müssen nichts weiter tun und nichts mitbringen außer sich selbst. Nach dem Termin können Sie direkt Ihren Alltag fortsetzen.

Der Ablauf – Schritt für Schritt

  1. Ankommen & Gespräch: Wir erklären den Ablauf und beantworten Fragen.
  2. Haube anlegen: Sie tragen eine weiche Elektrodenhaube; ein leitfähiges Gel sorgt für guten Kontakt. Wir arbeiten mit einem modernen 32-Kanal-System (Enobio 32).
  3. Messung im Ruhezustand: Sie sitzen entspannt, meist mit geschlossenen und geöffneten Augen im Wechsel.
  4. Messung bei Aufgaben: Einfache Aufgaben (z. B. ruhiges Fokussieren) zeigen, wie sich Ihre Netzwerke unter Beanspruchung verhalten.
  5. Abnehmen & Reinigen: Die Haube wird abgenommen; das Gel lässt sich einfach auswaschen.

Die reine Messzeit liegt bei etwa 60 Minuten. Sie spüren dabei nichts – das EEG hört nur zu, es gibt keinen Strom, keine Magnetimpulse, keine Strahlung.

Tut das weh? Ist es sicher?

Nein, ein qEEG tut nicht weh. Die Elektroden nehmen nur die natürlichen elektrischen Signale Ihres Gehirns auf – sie geben nichts ab. Es gibt keine Nadeln, keinen Strom und keine Strahlung. Manche empfinden das Gel oder die Haube als etwas ungewohnt, mehr nicht. Das Verfahren ist auch für Kinder und ältere Menschen gut geeignet und beliebig oft wiederholbar.

Genau deshalb nutzen wir das qEEG auch zur Verlaufskontrolle: Wir können nach einer Behandlungsphase erneut messen und sehen, ob und wie sich Ihr Netzwerkbild verändert hat.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Nach der Messung werden die Daten aufbereitet und mit einer Normdatenbank verglichen. Ein Arzt liest das Muster zusammen mit Ihren Beschwerden, Ihrer Vorgeschichte und den übrigen Befunden aus dem Assessment. Zeigt sich ein Ansatzpunkt, entsteht daraus ein Behandlungsvorschlag, der zu Ihrem Netzwerkbild passt; zeigt sich keiner, sagen wir Ihnen auch das.

Wir besprechen die Befunde verständlich mit Ihnen: was auffällt, was es bedeutet und welche Optionen es gibt. Ob und wie es weitergeht, entscheiden Sie. Den ersten Schritt macht das kostenlose Erstgespräch, 15 bis 20 Minuten, ohne Verpflichtung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein qEEG?
Die eigentliche Messung dauert etwa 60 Minuten. Mit Vorbereitung, Anlegen der Haube und Reinigen danach sollten Sie für den ganzen Termin ungefähr anderthalb Stunden einplanen.
Tut ein qEEG weh?
Nein. Das qEEG zeichnet nur die natürlichen elektrischen Signale Ihres Gehirns auf. Es gibt keine Nadeln, keinen Strom und keine Strahlung. Sie spüren höchstens die weiche Haube und das Kontaktgel.
Wie bereite ich mich auf den Termin vor?
Kommen Sie mit frisch gewaschenen Haaren ohne Gel oder Öl, möglichst ausgeruht und ohne viel Koffein unmittelbar vorher. Medikamente bitte nicht eigenmächtig absetzen, sondern vorab ansprechen.
Bekomme ich mit dem qEEG eine Diagnose?
Nein. Das qEEG ist ein Messverfahren. Sein Muster führt ein Arzt mit Ihrer Vorgeschichte, der klinischen Untersuchung und weiteren Befunden zu einem Gesamtbild zusammen. Erst daraus ergeben sich Behandlungsschritte.
Kann man ein qEEG wiederholen?
Ja, beliebig oft. Weil das Verfahren unschädlich ist, nutzen wir es auch zur Verlaufskontrolle: Nach einer Behandlungsphase messen wir erneut und sehen, ob sich Ihr Netzwerkbild verändert hat.
Bekommt jeder Patient ein qEEG?
Nein. Am Anfang steht bei allen ein strukturiertes Assessment: Anamnese, vorhandene Befunde, Fragebögen, klinische Untersuchung, bei Bedarf Labor und Bildgebung. Ob ein qEEG-Brainmapping dazukommt, entscheiden wir danach, wenn die Fragestellung einen Blick auf die Netzwerke verlangt.

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